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Michael Spahn
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Michael Spahn - Biografie

geboren in Frankfurt   23. April 1961
Fleischer Lehre Metzgerei Kober   1977 - 1978
Metzgerei Straub   1978 - 1980
Bundeswehr Fliegerhorst Leipheim   1980 - 1982
Gesellenjahre bei Metzgerei Straub   1982
Metzger bei Klöppel-Schmidt   1982 - 1984
Metzger bei Hegmann   1984 - 1986
Meisterprüfung Meisterschule Heyne   1986
Heirat mit Claudia 13.06.1986
Drei Töchter: ´87, ´90, ´92
Meisterstelle Metzgerei Schäfer   1986 - 1988
Meisterstelle und Filialleiter Metzgerei Müller   1988 - 1992
Selbstständig mit eigenem Geschäft   seit 1992

Michael Spahn - Lebenslauf

Viele Menschen kennen mich so wie ich jetzt bin, aber nur die wenigsten wissen, wie es dazu gekommen ist, daß ich den Metzgerberuf ergriff, also werde ich mein Leben mal ab Ende der Schule Revue passieren lassen. 1976: Die Schulzeit neigt sich zum Ende, was werde ich machen, was würde mich so erfüllen, dass ich es ein Leben lang machen würde, mit Freude und Hingabe? Ich wusste es nicht. Einfach mal mittels eines Praktikums heraus finden? Naja, ob das der Weisheit letzter Schluss ist? Nun, dachte ich, na dann probieren wir es mal. Eine Metzgerei am Schweizer Platz hatte mir damals einen Platz angeboten, also ging ich hin.

Eine sehr liebe ältere Frau nahm sich meiner an, es war die Mutter des Meisters, ich - damals grade 15 Jahre alt - konnte noch nicht einmal meine Hemdsärmel alleine hochkrempeln, das machte die gute Frau jeden Morgen für mich und ich fand es richtig toll. Meinen Meister habe ich in dieser Zeit kaum gesehen, nur die Gesellen, die hatten ihren Spaß mit jemanden, der keine Ahnung von fast gar nichts hatte. Ich hatte als Praktikant eigentlich keine großen Aufgaben, dennoch versuchte ich immer, meine Nase in alles zu stecken, was so gemacht wurde. Es war ganz toll, nicht mehr so viele Aufsätze, Diktate und Mathe-Arbeiten, nur noch handwerklich einem zum Besten geben.

Die Wirklichkeit holte mich aber in der Lehre ein, die ich dann aus lauter Begeisterung zum Handwerk und zum Wurstmachen bei ihm beginnen durfte. Die Mutter war immer noch da, und wie gewohnt bekam ich auch in der Lehre jeden Morgen die Hemdsärmel hochgekrempelt. Meine Berichtshefte lasen sich wie eine Ode aufs Handwerk, „heute durfte ich … heute konnte ich … heute freute ich mich über …" und dann sah ich das wahre Gesicht des tollen Handwerks: Das tolle Wurstmachen usw. war nicht mehr da, stattdessen den Gesellen den Dreck wegmachen, putzen, putzen und alles das, was niemand gerne machte, war für uns Lehrlinge da. Folglich hatte ich dann den Verdacht, das wird wohl nicht dein Traumberuf.

Reibereien und heftige Diskusionen waren genauso an der Tagesordnung wie herbe Kritik und immer wieder, den Sündenbock für alle zu spielen. Wenn sich das Meisterehepaar privat mal wieder in der Wolle hatte - was übrigen sehr oft der Fall war - na, wer musste dann hinhalten, ganz klar ich, und genauso klar war auch die Trennung von mir zu diesem Betrieb, nachdem ich dann auch noch verletzt nichts als Hohn und Spott von ihm erntete. Da stand ich wieder auf der Straße, mit einem Aufhebungsvertrag im gegenseitigen Einverständnis, ohne überhaupt zu wissen was das war. Aber die Frankfurter Fleischerinnung, immer für ihre Mitglieder da und vor allem für den Nachwuchs, hat mir noch in der selben Woche einen neuen Betrieb vermittelt.

Und da ging es dann los mit dem, was ich mir unter einer Metzgerlehre vorgestellt hatte: Eigenständiges Arbeiten, selbstverantwortliche Planung der Wochenproduktion, Ware und Rohstoffe einkaufen, alles klasse. Freizeit war eher Mangelware, aber immer ganz klar im beiderseitigen Einverständnis. Ich durfte in den Laden, neben der Chefin eine Ehre! Elektronik?? Fehlanzeige, mit einem riesigen Bleistift musste ich alle Preise untereinander schreiben und blitzschnell addieren, ohne Fehler natürlich, die Chefin hatte das ganze schon längst im Kopf zusammen, und bei einem Fehler gab es dann schon mal einen Knuff, bestimmt aber immer gerecht und freundlich. Hier lernte ich endlich die Liebe zum Handwerk, hier öffnete man mir die Augen für die Verantwortung und für die soziale Einstellung, auch für Schwächere einzustehen.

Auch auf die Tiere zu achten, ihre Würde zu beachten bis zum Schluss und noch viel weiter danach. Den Starken als Fan zuzujubeln bedarf keiner eigenen Kraft und auch keines Selbstvertrauens, das konnte doch jeder, also schaute ich nach denen, die meine Hilfe brauchen konnten, obwohl, oder genau aus diesem Grund, weil mir selbst bis dahin nie einer geholfen hatte und mir einen guten vernünftigen Weg zeigte. Meine berufliche Laufbahn war dann eigentlich mustergültig: Gesellenprüfung, Bundeswehr, Meisterprüfung, Meisterstelle, Filialleiter, Franchisenehmer und dann selbstständig.

Und immer habe ich mein Wissen und mein Können weiterentwickelt, bis heute und noch viel weiter, man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu! Nun haben wir die Kuh mal richtig alt werden lassen! Seit etwa 2012 habe ich zusätzlich das vegane Herz in mir entdeckt, und mit der alternativen Entwicklung und dem Vertrieb fleischloser Produkte werde ich zusätzlich weiter machen, aber meine Wurzeln dabei nie vergessen. Und meine langjährige Erfahrung als Metzger kommt mir dabei sogar zugute.  

 
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